Website Fachbegriffe auf den Punkt gebracht (Teil 1)

Eine Webseite ist keine Zauberei, auch wenn sie natürlich Aufwand bedeutet und auch Pflege braucht. Lass Dich nicht von Fachbegriffen abschrecken. Wir bringen Dir in diesem Artikel die wichtigsten Begriffe näher und zeigen Dir was dahinter steckt.

Vielleicht kennst Du ja das Gefühl … Der Kontakt zu einem Webdesigner, einer Agentur oder ein Online Kurs und viele Begriffe, die Du vielleicht schon mal gehört hast, aber nicht so recht einsortieren kannst. Reden wir wirklich über das Gleiche?

Wir haben die Begriffe in diesem Artikel nicht alphabetisch sortiert, sondern nach zusammenhängenden Themenbereichen. So versuchen wir die Dinge in einem gemeinsamen Kontext zu erklären, was wohl hilfreich ist.

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Homepage vs. Webseite

Für viele Menschen sind die Begriffe Homepage und Webseite gleichbedeutend. Es gibt allerdings einen Unterschied, den Du kennen solltest, wenn Du mit einem Designer oder Programmierer über Dein Projekt sprichst.

Unter einer Webseite versteht man die gesamte Webseite, also die Startseite inkl. sämtlicher Unterseiten oder Blog usw. Der Begriff Homepage hingegen steht alleine für die Startseite einer Webseite, also die Seite die angezeigt wird, wenn ein Besucher die Adresse Deiner Webseite eingibt. Von dort aus kann er dann weitere Unterseiten aufrufen.

Landingpage

Landingpages werden in der Regel über Werbeanzeigen oder Ergebnisse in Suchmaschinen angezeigt. Besucher, die einen solchen Link anklicken, „landen“ gezielt auf dieser Seite auf der dem Besucher dann ein bestimmtes Angebot gezielt und ohne Ablenkung vorgestellt wird. Im Idealfall bietet diese Seite genau die Informationen nach denen der Benutzer gesucht hat und verstärken sein Interesse an einem Produkt. Wichtig ist dabei auch die Interaktion, sodass potentielle Kunden z.B. ein Produkt direkt bestellen können oder auch Kontaktformulare sowie Anmeldungen zu Newslettern ausfüllen (z.B. über Call-to-action Elemente, siehe weiter unten).

Onepager

Bei einem Onepager handelt es sich um eine Webseite, die nur aus einer einzelnen Seite besteht. Sie werden gerne als digitale Visitenkarte verwendet, um sich, sein Unternehmen oder ein Produkt kurz vorzustellen.

CMS

Ein Content Management System erlaubt das Bearbeiten einer Webseite über ein sogenanntes Backend und stellt damit die Grundlage für Deine Webseite dar. Bekannte Vertreter sind z.B. WordPress, Typo3, Drupal und Joomla. Diese Systeme stellen gewisse Basisfunktionalitäten zur Verfügung und können über sogenannte Plugins erweitert werden. Mögliche Erweiterungen sind dabei z.B. Blogs, Kontaktformulare aber auch umfangreichere Dinge wie Mitgliederbereiche usw.

Webseiten, die nicht auf einem CMS beruhen, erfordern in der Regel einen Webdesigner oder zumindest HTML- Kenntnisse, um auch kleinere Änderungen an den Inhalten vorzunehmen. Heute sind CMS Stand der Technik.

WordPress

WordPress ist ein sogenanntes Content Management System (mehr dazu weiter oben in diesem Artikel). Dieses System ermöglicht es Dir, Deine Webseite einfach zu erstellen und zu pflegen, also mit Inhalten zu befüllen usw. Wir verwenden WordPress sehr gerne in unseren Kundenprojekten, da es recht intuitiv gestaltet und leicht erlernbar ist. Außerdem gibt es sehr viele Plugins, mit der die Funktionalität noch erweitert werden kann.

Frontend und Backend

Moderne Webseiten bauen auf einem sogenannten Content Management System wie z.B. WordPress auf. Diese Systeme ermöglichen es dem Betreiber der Webseite Inhalte in einem Editor einfach zu bearbeiten, also Texte oder Bilder editieren, Call-to-action Elemente einfügen usw. Die Webseite besteht dabei aus 2 Teilen: Dem Frontend und dem Backend. Das Frontend ist die für Besucher sichtbare Webseite, also die Startseite, sämtliche Unterseiten, Blogs usw. Das Backend ist dagegen über Zugangsdaten gesichert und ermöglicht es, die Seite zu verwalten. Hier können die Inhalte bearbeitet und Updates oder auch Erweiterungen installiert und verwaltet werden.

Template

Templates sind vorgefertigte Layouts die Du für Deine Webseite verwenden kannst. Der Vorteil ist, dass Du das Template einfach installierst und mit Deiner Webseite loslegen kannst. Es ist wenig bis gar keine Programmierung dafür notwendig. Der Nachteil ist, dass Du mit den Möglichkeiten leben musst, die Dir das Template bietet. Individuell programmierte Webseiten sind da wesentlich flexibler, aber natürlich auch teurer.

Plugin

Bei einem Plugin handelt es sich um eine Erweiterung für Deine Webseite. Unter WordPress kannst Du z.B. Plugins für Bildergalerien, Kontaktformulare und vieles mehr installieren. Der Kreativität sind dort kaum Grenzen gesetzt. Eine Auswahl an Plugins findest Du unter der folgenden Adresse:

https://de.wordpress.org/plugins/

Header und Footer

Header und Footer sind Elemente einer Webseite. Der Header wird am Kopf der Seite (daher Header) angezeigt und kann z.B. Elemente wie die Navigation, ein Logo usw. enthalten. Der Footer hingegen wird am Ende der Seite angezeigt und enthält in der Regel Informationen wie Links zu Impressum und Datenschutzhinweis sowie Kontaktdaten und ähnliches. Header und Footer werden in der Regel über die gesamte Webseite einheitlich verwendet.

Headline H1, H2, H3, …

Die sogenannten HTML- Tags sind in dem Quelltext Deiner Webseite zu finden und definieren Überschriften und sind in verschiedene Stufen gegliedert. H1 ist damit die höchste Stufe, danach folgt H2 usw. Suchmaschinen verwenden diese Überschriften um den Inhalt der Webseite zu strukturieren und zu erfassen. Deine Keywords, also wichtige Suchbegriffe die Besucher eingeben, sollten in diesen Überschriften zu finden sein.

Link

Mit Hilfe eines Links (oder auch Hyperlink genannt) navigierst Du im Internet, also innerhalb einer Webseite oder auch zwischen verschiedenen Webseiten. Ein Link kann dabei Text, als auch ein Bild oder ein anderes Objekt sein, das Dich bei einem Klick darauf zu einem vorgegebenen Ziel führt.

Call-to-action

Call-to-action Elemente sind z.B. Buttons oder ähnliches auf einer Webseite, die den Besucher zu einer Aktion auffordern. Diese Elemente werden so platziert, dass Benutzer diese auf jeden Fall wahrnehmen und z.B. eine Seite mit zusätzlichen Informationen aufrufen, sich in einen Newsletter eintragen oder ähnliches.

Du solltest Dich bei Call-to-action Elementen auf ein Hauptziel beschränken (z.B. einer Newsletter- Anmeldung) und Deinem Besucher nicht mehrere dieser Elemente mit unterschiedlichen Zielen bzw. Absichten anzeigen, da er ansonsten schnell überfordert ist. Eine Seite voller Buttons wie „Melde Dich zum Newsletter an“, „Angebot eines Freebies“, „Probiere unser Produkt aus“ usw. ist zu viel. Identische Call-to-action Elemente wie z.B. „Probiere es aus“ können aber durchaus wiederholt auf einer Seite angezeigt werden, z.B. nach Textblöcken.

Hier einige Möglichkeiten für Call-to-action Elemente:

  • Download eines Freebies (siehe unten) gegen Registrierung
  • Newsletter Anmeldung
  • Weiterleitung auf eine Seite mit zusätzlichen Informationen
  • Weiterleitung auf eine Bestellseite

Freebie

Unter einem Freebie versteht man ein kostenloses Giveaway, z.B. ein Informationsangebot wie einen Leitfaden, das man seinen Besuchern anbietet. Dies wird in der Regel im Austausch gegen die E-Mail Adresse gemacht. Der Besucher muss sich also kurz registrieren. Auf diese Weise werden Besucher z.B. animiert einen Newsletter zu abonnieren.

Angeboten werden können hier PDF- Dokumente zum Download, E-Mail Kurse oder auch ein kostenloses Webinar mit dem Besucher in Euer Angebot reinschnuppern können. Potentielle Kunden bekommen so auch einen ersten Eindruck von Euch.

Bei der Registrierung von Besuchern für einen Newsletter oder ähnliches, muss beachtet werden, dass die DSGVO hier Vorgaben für die Umsetzung macht!

Weitere Beiträge

Im 2. Teil des Artikels geht es um die Themen Responsive Design, SEO, Webhosting und DSGVO.

Eine Webseite ist keine Zauberei, auch wenn sie natürlich Aufwand bedeutet und auch Pflege braucht. Lass Dich nicht von Fachbegriffen abschrecken. Wir bringen Dir in einer zweiteiligen Artikelreihe die wichtigsten Begriffe näher und zeigen Dir was dahinter steckt.

In diesem Beitrag erläutern wir Ihnen kurz worum es sich bei einem CMS, also einem Con­tent Manage­ment System handelt und worin die Vorteile liegen.

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